Warum ein Zuhause wichtig ist, um Jugendliche zu prägen

Jugendliche brauchen einen Raum der Sicherheit, ein geistliches Zuhause. Dabei sind weniger die Wände und die Räume gemeint, als vielmehr Beziehungen und ein Ort der Vertrautheit. Nicht jede Gemeinde kann Räumlichkeiten alleine für die Jugend einrichten. 

Natürlich sind Räume, welche Jugendliche selbst einrichten, das Optimale. Durch die Arbeit der Jugendlichen in den Räumen, durch das gemeinsame Projekt wird der Raum für sie zu ihrem Raum. Ich glaube es geht dabei um folgende Prinzipien:

  • Gemeinsam ein Projekt  haben
  • Gemeinsam etwas besitzen
  • Gemeinsam an einem Ziel arbeiten
  • Gemeinsam gebraucht werden. 

Dazu weiterführend der Erlebnisbericht von FEG Pastor Benj Schär

 

Wie kann ich den Jugendlichen ein Zuhause bieten?

Es ist wichtig den Jugendlichen ein gemeinsames Ziel zu geben:

  • Wir führten "Aktion Gratishilfe" oder "Stadt in Aktion" durch (gemeinsam Menschen in der Stadt unsere Hilfe zur Verfügung stellen).  
  • Wir sind gemeinsam in Einsatzferien gefahren.
  • Wir haben eine SwissTour gemacht und sind politischen Gemeinden oder auch Bauern bei ihren Arbeiten helfen gegangen.   

Diese Aktionen, sich gebraucht fühlen und gemeinsam für mehrere Tage unterwegs zu sein, das hat uns extrem verbunden und letztlich war die Gemeinschaft untereinander das Zuhause.

In Beziehungen investieren

Da man aber nicht ständig im Urlaub oder auf Einsatz sein kann, hatten wir die Idee unsere Jugendarbeit durch unsere Senioren zu bereichern. Das heisst, wir haben einmal pro Monat eine ältere Person aus unserer Gemeinde besucht. Wir haben uns verköstigen lassen und diesen Personen die Frage gestellt, wie sie zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben und was bei ihnen in der Nachfolge die drei eindrücklichsten Dinge waren (selten blieb es bei drei Dingen...).  

Weiter steht und fällt vieles mit dem Leitungsteam. Unsere Leiter hatten immer offene Wohnungen und Häuser und oft waren die Jugendlichen auch neben dem "offiziellen" Programm bei und mit den Leitern unterwegs. Auch Ausgang gehörte dazu. Viele Leiter sind mit ihren Jugendlichen in den Ausgang gefahren, haben sie zum Schwimmen eingeladen und oder haben sich als Kleingruppe irgendwo in der Stadt getroffen.   

Dazu weiterführend Erlebnisbericht von einer WG

Regelmässige Treffen

Wer sich nur einmal im Monat trifft, wird kein geistliches Zuhause aufbauen können. Obwohl der Aufwand auf den ersten Blick riesig war, haben wir uns entschieden, uns 1-2 pro Woche zu treffen. Wir wollten Freundschaften bauen, wir wollten miteinander Jesus näher kommen. Wir wollten gemeinsam Neues erleben. Da ist Voraussetzung, dass man sich öfter trifft. Falls ihr euch bis jetzt einmal pro Monat trefft: Mit Spezialprogrammen / Events kann sehr gut gearbeitet werden. Z.B. gemeinsam einmal im Monat einen Event besuchen (eine Jugendchurch, einen regionalen Godi, Hillsong, ICF whatever…)

  • Als Leiter kannst du einmal im Monat alle zu dir nach Hause für einen Filmabend einladen
  • oder du lädst zu einem Nachtessen ein.

Es braucht kaum Organisation. Das Auswählen der Filme, das Mitbringen von Chips und Popcorn kannst du delegieren.

Zusätzlich zu diesen Events machst du einmal pro Monat einen "normalen" Jugendabend, und einmal geht ihr einen Senior besuchen oder was auch immer. Schon ist alles organisiert und ready, damit Jugendliche zusammenwachsen und ein geistliches Zuhause "schmecken".  

Erweitere den Kreis

Versuch nicht alles selbst zu machen. Lade Leute ein, die Inputs halten, die die Jugendlichen motivieren und ihren auch mal von aussen etwas "Feuer unter dem Hintern" machen können. Erweitere das Einflussgebiet auch durch nationale Angebote. Nutze, was dir zur Verfügung gestellt wird, und baue es in deine Jugendarbeit ein.

Dazu unsere Camp- und Event Angeboten

Suche ein geeignetes Team, indem du schaust, wer sowieso diese Form von "Zuhause" lebt. Belaste diese Person nicht mit Arbeit, sondern setze sie frei, damit sie das tun kann, was sie gerne tut.

Menschen fördern

Investiere dich in Schlüsselpersonen schick sie an Schulungen, fördere sie und kommuniziere ständig, wie wertvoll sie sind und was sie für eine geniale Arbeit machen. Nutze sie nicht für die Arbeit aus, interessiere dich echt für sie als Mensch. Du wirst merken, dass das der Schlüssel wird, damit Jugendliche die Gemeinde als ihr Zuhause annehmen und lieben lernen.

Dazu unsere Schulungsangebote